[Rezension Jule] Patricia Causey – Identität Dissozial

                                      

Klappentext:

Eine dunkle Wolke fällt über einer kleinen Stadt, als die Leichenteile zweier junger Frauen an einem Uferrand gefunden werden.
Schnell findet sich ein junger Mann namens Gerald knietief in einer unwiderlegbaren Konfrontation von mehreren Beweislagen wieder. War er der Frauentöter, zu welche ihm die Öffentlichkeit beschuldigen wollte?
Ein forensischer Kriminalpsychologe versucht mithilfe der Hypnose in die Vergangenheit von Gerald zu reisen, um dort eine Erklärung der bisherigen Taten zu finden. Doch der Patient Gerald entpuppt sich zu einem Fall, welcher der Therapeut in seiner Berufslaufbahn noch nicht begegnet war.

Erster Satz:

Ich höre, wie ein Rabe krächzte, als ich hinaus aus dem vergitterten Fenster der Anstalt sah.

Cover & Titel:

Das Cover ist im Prinzip eine sehr gute Idee. Die Umsetzung leider finde ich wenig perfekt. Das Auge ist klassisch für ein solchen Inhalt. Mir fehlt der Ausdruck in dem Auge. Evtl. wäre es treffender gewesen die Augen/ ein Auge des Mörders abzubilden mit dem typischen Ausdruck eines Dissozialen Persönlichkeitsbildes. Der Titel hingegen ist sehr ansprechend und gefällt mir sehr gut. Der Titel macht neugierig und schreit danach gelesen zu werden. 

Meine Erwartungen

Die Autorin fragte an, ob wie Interesse hätten ein Buch von ihr zu rezensieren. Ich bin auf zwei Büchern hängen geblieben, eines von denen war dieses. Es interessierte mich, wie das Thema in dem Buch umgesetzt wurde und wie die Persönlickeitsstruktur ausgearbeitet wurde. Wie dies in einem Buch dargestellt werden kann. Interessiere ich mich ja für Bücher die sich um Erfahrungen und Persönlichkeit/ Psychische Erkrankungen handeln. Meine Erwartungen waren durchwachsen, da ich von ihr noch kein Buch gelesen hatte. Aber ich hoffte schon auf ein spannendes Werk.

Meine Meinung zum Buch

Ein Psychothriller ist es nicht. Die Persönlichkeitsstruktur als solches ist gut ausgearbeitet, zu der Problematik Dissoziale Persönlichkeitsstörung erfährt man nicht so viel, ist es aber auch nicht als Fachbuch deklariert. Es ist in dem Sinne kein typischer Psychothriller als das die Inhalte bereits geschehen sind, die Geschichte als solches nur noch ausgearbeitet erzählt wird. Ich bin trotz alledem begeistert. Es ist sehr schön zu lesen, die Krankhaftigkeit des Protagonisten ist deutlich dargestellt und die „Spielchen“ mit dem Psychologen typisch und amüsant. Alltag eben. Ich finde es gut, dass es aus der Sicht des „Mörders“ und aus der Sicht des Psychologen geschrieben ist. Auch gut ausgearbeitet ist der Teil, das Menschen Anhaltspunkte, Rituale und Sicherheiten benötigen. Dort der Rabe. Ich kann das Buch nur empfehlen. Die Autorin hat eine angenehme Art zu schreiben. So still und doch auf den Punkt ohne viel drum rum. Sie zieht nichts in die Länge, man hatte doch das Interesse zu Wissen, wie es denn nun genau war und wie es endet. Ich freue mich auf ein weiteres von ihr.

Zitat:

„Der Patient wich beispielsweise meinen Fragen aus, indem er Ablenkungen ins Spiel gebracht hatte. Dabei hatte er mehrere Male einer meiner Fragen mit einer Gegenfrage beantwortet. Ebenfalls war er zudem kreativ genug einer meiner Fragen einer Antwort zu verleihen, bei dem ich gespürt hatte, dass diese aus der Luft gegriffen war. Dies bewies seine Intelligenz und das er durchaus imstande dazu war, gewisse Muster zu erkennen.“ 

Fazit:

Eine Leseempfehlung. Gutes Buch was wenig Psychothriller ist, hin und wieder schmunzeln lässt. Gut ausgearbeitete Charaktere und Interessante Konversationen zwischen dem Mörder und dem Psychiater. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Die Autorin hat eine angenehme Art zu schreiben.

Bewertung:

Leseprobe: hier klicken 

Details zum Buch:

Autor: Patricia Causey

Verlag: neobooks

Genre: Krimi / Thriller

Seiten: 116

Erschienen am: 16.01.18

ISBN: 978-3-7427-5547-6

Preis:  6,99 €

ISBN Ebook: B0793NP6RG

Preis Ebook: 1,99€


Und zum Schluss:

Vielen Dank an Patricia Causey, für das entgegengebrachte Vertrauen. Es war mir eine Ehre, dieses Buch rezensieren zu dürfen.