[Produktpräsentation] Pictogenda

In diesem Beitrag darf ich euch den Pictogenda als Produkt präsentieren. es handelt sich also um Werbung.

Grützner Literaturtest hat uns kontaktiert und angeboten den Pictogenda, welcher im Prelumverlag erscheint unter die Lupe zu nehmen, und für euch zu testen. Da ich als Ergotherapeutin arbeite, tat ich dies gerne.

Was ist Pictogenda?

Ganz allgemein steht hinter Pictogenda ein Kalender der zusammengesetzt wurde aus Pictogramm und Agenda, also ein Kalender mit Bildern. Er wurde von der niederländischen Logopädin Martina Tittse-Linsen entwickelt. Es handelt sich um einen Wochenübersichtskalender ohne Datum und einen spezifischen Kalender, in dem nicht eingeschrieben, sondern geklebt wird – und zwar Symbole. Diese greifen auf das METACOM zurück, was in anderen Medien der „Unterstützen Kommunikation“ bereits eingesetzt wird. Metacom ist ein Symbolsystem, was bestimmte Aktivitäten über Symbole farblich darstellt. So sind in dem Ringbuch 1386 Pictogrammaufkleber zum Thema Arbeit, Schule, Tagesaktivitäten, Sport, Freizeit und Ernährung zu finden.

Ebenfalls findet man Seiten für Kontakt- wie auch Telefonnummern, eine Wochenübersicht, in der allgemeine Tätigkeiten vom Tag eingeklebt werden z.B. wann stehe ich auf? Was mache ich danach? Wann ist Mittag? Von diesem Kalender gibt es für 3 Wochen zum Anpassen. So kann man eine Woche in der man Arbeiten oder zur Schule geht ausfüllen, und eine Woche die evtl. arbeitsfrei ist usw. Im Verlauf folgt dann der Jahreskalender in Wochen mit Datum, in dem man die Symbole einkleben kann, was an dem Tag stattfindet, was gegessen wird oder welche Aktivitäten anstehen. Am Ende findet man noch Seiten mit Karteikarten, die man für Notizen oder als Kommunikationskarten nutzen kann.

Den Kalender gibt es bereits seit 2016 und wurde jetzt neu überarbeitet. Er hat eine sehr stabile abwischbare Außenmappe mit Namensfeld,

Weiterhin kann man zusätzlich einen großen Wandkalender und Geburtstagskalender im Shop bestellen, auch Ringmappen in anderer Farbe. Neu ist ein besprechbarer Stift. An den Tagen hat man so kleine runde Felder, dort kann man mit dem Stift drauf gehen. Dieser spielt dann vorher programmierte Inhalte ab. Wie genau das funktioniert, kann ich nicht testen, da ich zu diesem Stift keinen Zugang habe.

Für wen eignet sich der Pictogenda?

Entwickelt wurde er für den Bereich unterstützte Kommunikation:

  • , also für Menschen, die nicht sprechen können, sich nicht äußern können
  • z.B Wortfindungsstörungen haben. Für Aphasiker also
  • oder für Menschen mit Beeinträchtigung. aber auch für
  • Kinder, welche noch nicht lesen und Schreiben können
  • ggf auch für Demenzerkrankte, dann denke ich aber, wäre es angebracht, die Bedeutung der Symbolik zum Nachlesen in der Nähe zu haben.

Vorteile und Nachteile von Pictogenda

Nutzen:

  • Verbessert die Tagesstruktur
  • unterstützt die Selbstständigkeit
  • unterstützt die Kommunikation
  • sorgt für ein besseres Zeitgefühl für Tages- und Wochenrhythmus
  • hilft beim Erwerb planerischer Fähigkeiten
  • kann eine Hilfe bei Gesprächen darstellen
  • Erinnert an Termine und Ereignisse
  • er kann überall mit hingenommen werden und man kann so jederzeit darauf zu greifen.

3 Wochen testen ist möglich

Nachteile:

  • Symbolaufkleber sind recht klein, für Menschen, welche schlecht sehen, eher ungünstig
  • Symbole sind sehr bunt und kindlich gemacht, was ich für ältere Menschen mit Beeinträchtigungen eher schwierig finde
  • Der Kalender ist recht schwer, hat ein ordentliches Gewicht, es ist halt schwer, große Symbole zu schaffen, viel Platz zu haben, aber das Gewicht im Rahmen zu lassen und handlich soll er auch noch sein
  • Umgang muss mit einem Therapeuten oder Betreuer, Angehörigen erlernt werden
  • muss sichtbar liegen, wenn er zu ist, wird man die Vorteile nicht nutzen können,
  • setzt ein gewisses geistiges Niveau voraus.

Pictogenda Club

Es gibt auf der Internetseite die Möglichkeit dem Pictogenda Club beizutreten. Das ermöglicht dem Nutzer dieses Clubs tolle und praktische Zusatzlesitungen zu erhalten, z.B. weitere Bögen, auf dem man seine Lernziele darstellen kann oder wer man ist. Einmal im Quartal gibt es neue Piktogramme, welche man sich herunterladen kann, Auch feldende Symbole und Ideen können mit eingebracht werden.

P.S. ein Buch und ein Pferd habe ich entdeckt..

Zusammenfassung

Die Idee des Kalenders und die Umsetzung finde ich persönlich nicht schlecht, wenn man mit den Nutzern geübt hat, damit umzugehen. Wenn ich an meine Arbeit in der Wohnstätte zurückdenke, wäre dort der Einsatz wirklich richtig gut. Bei anderen Gruppen von beeinträchtigen Menschen stelle ich mir die Umsetzung schwer vor, Z.b. Leute, die schlecht sehen oder geistig gar nicht in der Lage sind einen solchen Kalender mit doch vielen Infos zu überblicken, da müsste man auf die einfachere Variante des Wandkalenders zurückgreifen. Gut finde ich zudem die Einheitlichen und gut verständlichen Symbole. Ich werde den Kalender mal mit auf Arbeit nehmen und den Ein oder anderen Patienten und Betreuer darauf schauen lassen und euch später noch Meinungen und Erfahrungen hier ergänzen.

LG und viel Spaß beim Stöbern.

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