[Rezension Jule] Frank Pape – Prinzessin mit Stock

Frank Pape hat hier einen tollen Roman auf den Markt gebracht über das älter werden und das Leben damit im Heim oder auch nicht. Prinzessin am Stock

Klappentext:

Prinzessin mit Stock Als sie mit siebenundsiebzig Jahren stürzt, beschließt ihre Familie, dass ein Wohnstift ein neues, sicheres Zuhause sein sollte. Es beginnt eine Reise in eine neue, unbekannte Welt; in ein Zusammenleben mit Menschen, die ihr Leben gelebt haben und warten. Warten aufs Essen, warten aufs Schlafen, warten auf den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang. Als Prinzessin ihres verstorbenen Mannes hat sie gelebt, lebt mit ihren Erinnerungen weiter und ist nicht bereit, zu warten. Ein bewegendes Buch über das, was auf uns wartet.

Erster Satz:

„Wenn ich zurück denke, kommt es mir vor, als hätte ich vor Jahrhunderten gelebt.“

Cover & Titel:

Der Titel und das Cover sprechen mich persönlich jetzt nicht so wahnsinnig an, passen aber super zum Buch. Die Details des Buches sind auf dem Cover dargestellt und auch warum Prinzessin wird im Laufe des Buches erörtert. Es passt zu Thema, es passt zur Zeit und es passt zur Geschichte nur mein Geschmack trifft es nicht so, was ja auch nicht schlimm ist.

Meine Erwartungen:

Oh meine Erwartungen waren schon hoch.Ich kannte jetzt zwei Bücher von dem Autor, die Geschichte von Stefanie und seine. Ich erwartete schon eine fesselnde spannende und bewegende Geschichte einer älteren Dame.

Meine Meinung zum Buch:

Das Buch ist sehr schön geschrieben und liest sich sehr flüssig. Es ist klar definiert und man kommt gut in die Geschichte rein. Die Schrift und der Aufbau der Seiten spricht mich persönlich sehr an. Das Buch zu bepunkten fällt mir unheimlich schwer, weil ich so richtig nicht weiß, wie ich es mit anderen Vergleichen soll. Es ist keine Geschichte, kein Roman wie man sie sonst kennt, es gleicht eher einer Biographie und wenn man das Buch „Ich, mit Risiken und Nebenwirkungen, gelesen hat, so wie ich, erkennt man sogar eine Person aus der Geschichte wieder, meine ich so interpretiert zu haben. Mich hat das Buch an sich jetzt nicht vom Hocker gehauen und ich wurde auch in keine andere Welt versetzt, aber ich fand sie schön. Mich hat das Buch erreicht, ich fand es teilweise amüsant, verrückt und es regte mich zum Nachdenken an. Meine Sicht auf Seniorinnen im Heim hat sich teilweise verändert. Es ist das erste mal das ich eine Geschichte aus der Perspektive gelesen habe. Es gab auch so die ein oder andere Szene, wo ich mich fragte ob das so einfach geht und wie das alles finanziert worden ist, aber das spielt an sich keine große Rolle. Die Charaktere der Geschichte sind gut raus gearbeitet und sympatisch dargestellt. Ich persönlich denke, dass das Buch ruhig mal gelesen werden kann, um einfach ein umdenken und ein weiterdenken zu erreichen. Auch wenn man mal eine amüsante und trotzdem herzerwärmende Geschichte lesen möchte.

Zitat:

S.49 „Unsere Lieblingsbeschäftigung war es, an neuen oder alten Träumen zu basteln. Egal ob realistisch oder einfach nur zum Zeitvertreib. Man sollte sich einmal überlegen, ob immer die Reise, die man tatsächlich begangen hat, wirklich schöner war, als die reine Vorstellung davon, sie zu unternehmen. Vorfreude und Fantasiereisen gemeinsam mit einer anderen Person, in meinem Fall mit Margret, konnten schon sehr bereichernd sein. Vor allem in einem so tristen Ambiente wie hier.“ 

Fazit:

Eine humorvolle und herzerwärmende Geschichte / Biographie einer älteren Dame, die den Leser über so manches Nachdenken lässt und sicher auch die ein oder andere Einstellung zu bestimmten Themen zum wanken bringt.

Bewertung:

Zwinkerlings_Bibliothek_4_Buch_Bewertung

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Details zum Buch:

Autor: Frank Pape
Verlag: Tour des Lebens GmbH
Bibliographische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek 

Genre:Roman,Erfahrung
Cover: Loredana Bursch
Seiten: 168
Erschienen am: 15.11.2017
ISBN Taschenbuch: 978-3-9816998-5-2

ISBN Ebook: B0759QRVYP
Preis: 16,99€
Preis EBook: 13,99 €
Über den Autor:

Frank Pape, geboren 1970, hat Stefanies Geschichte aufgeschrieben. Er arbeitet seit vielen Jahren in der Präventions- und Jugendarbeit sowie als Feuerwehr- und Notfallseelsorger in der Akutbetreuung. Ehrenamtlich engagiert er sich aktiv in der Hospizarbeit und der Begleitung sterbender Patienten, Stefanie hat ihre letzten Wochen auf seinem Familienhof verbracht. Frank Pape hat vier Kinder und lebt in Ostwestfalen.(Quelle Randomhouse) Dort betreibt er auf seinem Hof den Verein „ein lächeln für dich“

Zum Schluss noch das wichtigste:

Ich möchte mich ganz recht herzlich bei dem Autor Frank Pape bedanken, dass er mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Die Widmung hat mich sehr gefreut und es ehrt mich, dass er mir das Vertrauen schenkt, seine Bücher rezensieren zu dürfen.
Er arbeitet auf seinem Hof und hilft sehr vielen Menschen. Er ist stets und ständig für jeden da und versucht sein möglichstes zu tun, um die Menschen glücklich zu machen, ihn Hoffnung zu geben und unterstützt sie bis zum Schluss. Davor haben wir wahnsinnig Hochachtung und können uns vor so einem Menschen und dessen Arbeit nur verbeugen. Aus diesem Grunde möchte ich euch Leser noch auf seinen Verein „Ein lächeln für dich“ aufmerksam machen. Jede Hilfe kommt direkt bei den Menschen an. Der Verein arbeitet im Ehrenamt.

[Rezension Jule] Frank Pape – ICH mit Risiken und Nebenwirkungen

Ich mit Risiken und Nebenweirkungen von Frank Pape zeigt den Lebenslauf des Autors, Notfallseelsorgers und Betreiber des Vereins „Ein Lächeln für Dich“

                           

Klappentext:

Erfolgreicher Unternehmer, politischer Berater der Regierung, Vorstandsberater der Topkonzerne, Sterbebegleiter, Feuerwehrseelsorger, Autor. Durch die Machenschaften seines Zwillingsbruders und von seinem Schicksal herausgefordert, geht er seinen Weg durch Höhen und Tiefen, gewinnt und verliert und wird vom Leben grundlegend auf die Probe gestellt, als er seine Tochter zum Sterben in den Armen hält. Eine ergreifende Biografie, die Mut macht aufzustehen und sich dem Leben zu stellen.

Erster Satz:

Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte bitte ich Sie, liebe Leser, dieses Buch als frei erfundenes Werk zu betrachten.

Cover & Titel:

Cover und Titel passen perfekt zu dem Werk und zu dem jetzigen Frank Pape, so wie er lebt und ich ihn kennen lernen durfte. Über die Bilder auf dem Cover ist schnell ersichtlich, dass es um ein Lebenswerk, eine Biografie geht, was der Titel ja auch ganz deutlich sagt. Sehr gut gelungen. Die Mitte erhellt, das Jetzt und die Vergangenheit vergraut, dies hat wirklich einen tieferen Sinn.

Meine Erwartungen:

Meine Erwartungen waren sehr hoch, zu hoch wahrscheinlich. Ich hatte das Tagebuch von Stefanie gelesen und damals Rotz und Wasser geheult, einmal aus Mitgefühl der Freunde und der Trauer. Mir hätte klar sein müssen, dass das nicht zu toppen oder annähernd zu erreichen ist.

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe lang überlegt, ob und wie viele Bücherpunkte ich dem Buch geben werde. Ist es gerechtfertigt einer „Biographie“ Punkte zu geben. Würde ich nicht das Leben auf gut oder nicht gut bewerten. Ich habe mich entschieden Punkte zu geben, aber nicht für den Inhalt an sich, denn es steht mir nicht zu darüber zu (be)urteilen, sondern für die Art und Weise des Schreibens. Ich habe auch, bevor ich die Rezension veröffentlicht habe, mit Frank Pape gesprochen und mich nach Hintergründen informiert, warum das eine oder andere so und nicht anders geschrieben ist. Hätte ich diese Inhalte mit berücksichtigt, müsste das Buch Vier Bücherpunkte erhalten, da ihr als normale Leser ohne Kontakt diese Informationen nicht habt, kann ich sie hier nicht berücksichtigen.
Das Buch müsste man in zwei Teile teilen, in Früher und die neuere Gegenwart. Im ersten Teil des Buches, hatte ich das Gefühl, es fehlt an Emotionen, an wichtigen Inhalten, es wirkte etwas kalt, runtergeschrieben, wie eine Art Aufzählung der wichtigsten Geschehnisse von Früher, die ins Jetzt reichen. Das fand ich etwas schade. Was mich in dem Teil aber echt bewegt hat, ist sein Bruder. Ich habe einen Groll auf ihn. Er hat so viel Kaputt gemacht, unglaublich.  Das ist auch der Part, nachdem ich gefragt hatte. Es ließ sich leider aus verschiedenen Gründen auch nicht anders verpacken. Im zweiten Teil änderte es sich schlagartig. Dort ging es darum, wie er zum Seelsorger wurde, was ihn bewegte dazu, wie der Verein und der Hof entstanden und es geht um die Arbeit auf diesem und als Seelsorger. In diesem Teil des Buches spürte man die Tiefe, die Leidenschaft. Dieser Teil hat Seele, Wärme und es gibt Geschehnisse, die wirklich fassungslos machen.
Insgesamt kann ich vor dem Lebenslauf nur der Hut ziehen und vor allem vor seinen Veränderungen im Leben und der Arbeit, die er jeden Tag tut. Hut ab, auch vor seiner Frau. Meine Hochachtung.

Zitat:

„Es lag mir am Herzen, noch einmal zu verdeutlichen, dass ein Investment in das Unternehmen meines Kunden meine Einbindung nicht zwingend erforderlich machte, um erfolgreich zu sein.“
„Wer diese menschen kennen lernt, wer die schwersten Stunden ihres Lebens mit ihnen teilt und Unerträgliches gemeinsam aushält, der weiß, wie mächtig Liebe wirklich ist.“

 

Fazit:
Ein Buch, welches sich gut lesen lässt, man kommt gut in die Lebensgeschichte rein und bekommt Einblicke in sein Leben mit allen Höhen und Tiefen. Im zweiten Teil auch in die Arbeit als Seelsorger und die Entstehung seines Hofes mit dem Verein. Dort wird es dann auch emotionaler. 

Bewertung:

Zwinkerlings_Bibliothek_3_Buch_Bewertung    //////( )

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Details zum Buch:
  • Autor: Frank Pape
  • Verlag: Tour des Lebens
  • Genre: Lebensgeschichte, Biographie
  • Seiten: 167
  • Erschienen am: September 2017
  • ISBN:  978-3981699845
  • Preis Hardcover: 16,90 €
  • Preis EBook: 13,99 €

Über den Autor:

Frank Pape, geboren 1970, hat Stefanies Geschichte aufgeschrieben. Er arbeitet seit vielen Jahren in der Präventions- und Jugendarbeit sowie als Feuerwehr- und Notfallseelsorger in der Akutbetreuung. Ehrenamtlich engagiert er sich aktiv in der Hospizarbeit und der Begleitung sterbender Patienten, Stefanie hat ihre letzten Wochen auf seinem Familienhof verbracht. Frank Pape hat vier Kinder und lebt in Ostwestfalen.
Hier geht es zum Verein
Verein „Ein Lächen für Dich“Kaufen:

[Rezension C] Susanna Ernst – Der Herzschlag deiner Worte

Mit dem Roman von Susanna Ernst- Der Herzschlag deiner Worte beschäftigt sich dieser Artikel. Hier findet ihr die Rezension mit allen nötigen Infos

Klappentext:

Susanna Ernsts „Der Herzschlag deiner Worte“ ist ein moderner Liebesroman über schicksalhafte Begegnungen, die das Leben verändern. Wie ihre bereits erschienenen Erfolgsromane „So wie die Hoffnung lebt“ und „Deine Seele in mir“ ist auch ihr neuer Roman wieder wunderbar gefühlvoll geschrieben.
Als der junge Musiker Alex vom plötzlichen Tod seines Vaters erfährt, wirft ihn das aus der Bahn. Auf der Beerdigung begegnet er seiner Patentante Jane zum ersten Mal und ist tief beeindruckt von der scheinbar unbekümmerten Lebensfreude der schwer erkrankten und an den Rollstuhl gefesselten Frau. Jane ist es, die Alex plötzlich neue Wege eröffnet. So führt sie ihn geradewegs in die Arme der temperamentvollen Jung-Autorin Maila, in die sich Alex Hals über Kopf verliebt.
Doch warum lässt Maila weder in ihren Geschichten noch im eigenen Leben ein Happy End zu? Und wieso wird Alex das Gefühl nicht los, dass Jane etwas verheimlicht? Und was hat all das mit seinem verstorbenen Vater zu tun?
Erst als sich Alex auf die Spuren alles Unausgesprochenen begibt, gelingt es ihm, zu erkennen, wie die unterschiedlichen Geheimnisse derer, die er liebt, miteinander verwoben sind. Kann er Maila mit diesem Hintergrundwissen davon überzeugen, dass doch noch alles gut wird?
Erfolgsautorin Susanna Ernst widmet sich in ihrem neuen Roman „Der Herzschlag deiner Worte“ wieder den ganz großen Themen – Liebe, Hoffnung, Trauer, Verlust des Vaters, Familie und Freundschaft – und begeistert mit wunderbar authentischen und warmherzig gezeichneten Figuren.

Erster Satz:

Du musst keine hundert Fehler begehen, damit sich der Kokon, dem du so lapidar und oft nur wenig wertschätzend als >>dein Leben<< bezeichnest, einfach auflöst, Vince. 

Cover & Titel:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Durch die Gestaltung kann man leicht erkennen, dass es sich um einen Roman von Susanna Ernst handelt. Wie bei den Romanen „Immer wenn es Sterne regnet“ oder „So wie die Hoffnung lebt“ befindet sich auch wieder die illustrierte Frau auf dem Cover die wieder ein Teil der Geschichte in der „Hand“ hält. Dieses Mal ist es nur kein Regenschirm oder ein Luftballon, sondern Blätter, die sie in die „Luft“ schmeißt und die sich zu einem Herz formen. Ich finde immer, dass die Cover von Susanna Ernst viel Aussagen, obwohl eigentlich gar nicht viele Elemente zu sehen sind. Für mich passt das Cover und der Titel hervorragend zu Buch. Nicht nur, dass die Gestaltung des Covers und die Wahl des Titels passend zur Geschichte sind, nein, die haben auch noch untereinander den gleichen Bezug. Von daher finde ich die Gestaltung des Covers sehr gelungen.

Meine Erwartungen:

Ich habe noch kein Buch von Susanna Ernst gelesen, kenne die Autorin aber bereits persönlich. Denn nicht nur, dass ich sie auf verschiedenen Messen bereits getroffen habe, nein, sie hat auch unsere wundervolle Laudatio bei der Verlosung des Aphrodite Awards gehalten.
Und wie ich Susanna Ernst kennengelernt habe, habe ich ein sehr gefühlvolles Buch erwartet, dass mich ergreift und von dem ich hin und weg sein werde. Ich hatte also sehr, sehr hohe Anforderungen. Ich hoffte auf einen herzzerreißenden Liebesroman.

Meine Meinung zum Buch:

Wahrscheinlich waren meine Erwartungen einfach zu groß. Denn die Geschichte an sich hatte eine superschöne Handlung mit dem Zeug zu einem herzzerreißenden Liebesroman. Und rein von der objektiven Betrachtung der Story hätte ich gewettet, dass ich weinen würde und es einer meiner Lieblingsromane in diesem Jahr werden würde:
Ein Vater der stirbt und sehen kann, was nach seinem Tod geschieht und dann vor der Wahl steht, ob er leben oder sterben will. Alleine die Vorstellung verursacht bei mir Gänsehaut. Doch leider wollte der Funken nicht überspringen. Ich fand keine Verbindung zu dem Roman. Die Worte berührten mich nicht in der Art, wie sie es hätten tun sollen. Ich fand es zwischendrin sehr langatmig, sodass ich fast überlegte den Roman abzubrechen. Doch gerade als ich mir dem Gedanken spielte wurde der Roman ab der Hälfte besser, flaute zwischendrin aber mal wieder ab. Das letzte dritten wurde dann wieder spannender und auch ergreifender. Die Handlung war super, die Idee großartig, aber das Gefühl fehlte. Rein von der Handlung hätte ich so weinen müssen wie bei „Weil ich Layken liebe“ oder bei „Ein halbes ganzes Jahr„, aber es passierte nichts. Die Worte kamen nicht in meinem Herzen an. Was mir wirklich leid tut, gerade, weil ich Susanna Ernst unheimlich gerne mag.Während dem Buch gibt es immer wieder Perspektivwechsel zwischen dem Vater Vincent, dem Sohn Alex und Maila. Dabei brachten sie die Geschichte voran und der Leser erfuhr, wie die einzelnen Personen bestimmte Situationen empfanden.
Während der Geschichte gab es durch Vincent immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, wodurch sich auf das Geheimnis, auf welches der Klappentext hinweist, immer mehr auflöst.

Mich würde eine Buchverfilmung interessieren – der Film wäre sicher große klasse!
Auch zu loben ist die schöne Innengestaltung, in der die Blätter auf dem Cover aufgegriffen werden.

Zitat:

Nun liege ich hier, mitten auf dem Fairway des 4. Loches, während sich mein geschockter Kumpel über mich beugt und ziemlich unbeholfen an mir herumrüttelt.

Doch meine Hände, die ich mir gerade noch aufs Brustbein gepresst habe, weil es in meinem Herzen plötzlich so stark stach, als würde es in hundert Stücke zerreißen, entspannen sich zunehmend, ebenso wie meine verzerrte Miene. Sämtliche Muskeln erschlaffen, die Falten in meinem Gesicht verlieren an Tiefe, der Anblick an Schrecken. Zumindest empfinde ich es so, denn ja, ich sehe mich selbst wie durch die Augen eines Dritten.

Ganz recht, ich … Keine Ahnung, aber irgendwie schwebe ich über meinem eigenen Körper.“ 

Fazit:

Der Herzschlag deiner Worte ist ein Liebesroman mit einer unglaublich schönen Story, bei der mich die Worte leider nicht so berührten, wie sie es hätten tun sollen.

Bewertung:

  

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Details zum Buch:

Autor: Susanna Ernst
Verlag: Droemer Knaur / feelings 

Genre: Liebesroman

Seiten: 400
Erschienen am: 01.07.2017
ISBN Taschenbuch: 978-3-453-29183-6

ISBN Ebook: 978-3-426-52123-6
ISBN Hörbuch: 978-3-8371-3527-5
Preis Klappenbroschur: 9,99 €
Preis eBook: 9,99 €

Über die Autorin:

Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitete siebzehn Jahre lang eine eigene Musicalgruppe, führte bei den Stücken Regie und gab Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!

Danksagung
Ich bedanke mich ganz herzlich bei feelings und damit verbunden auch bei der Autorin Susanna Ernst für das Leseexemplar und das mir entgegengebrachte Vertrauen. Vielen Dank :-D!

[Buchrezension Jule] Cecily von Ziegesar – Dark Horses

„Merritt konnte nicht über meine gesamte dunkle Vergangenheit Bescheid wissen, aber falls doch, war es ihr egal. Von diesem Moment an gehörte ich ihr. Ich war Merrits Pferd, mit Haut und Haar. Endlich.“
Merritt ist eine Außenseiterin, Red ein störrischer Hengst. Aus ihnen wird ein unschlagbares Team. Bis eines Tages Reds finsterer Instinkt die Überhand gewinnt…

Klappentext von Dark Horses:

„Merritt konnte nicht über meine gesamte dunkle Vergangenheit Bescheid wissen, aber falls doch, war es ihr egal. Von diesem Moment an gehörte ich ihr. Ich war Merrits Pferd, mit Haut und Haar. Endlich.“

Merritt ist eine Außenseiterin, Red ein störrischer Hengst. Aus ihnen wird ein unschlagbares Team. Bis eines Tages Reds finsterer Instinkt die Überhand gewinnt…

Erster Satz:

„Ich sterbe.“

 

Cover & Titel:

Cecily von Ziegesar - Dark Horses

Das Cover empfand ich als den Hammer, als ich es das erste Mal sah. Es verkörpert leider die Geschichte in keinster Weise. Leider. Nach der Geschichte müsste es rosarot und grauschwarz sein. Durch die Abbildung der Gesichter, Augen, in Kombination mit den Farben und dem Namen verkörpert es eine Tiefe, die kaum greifbar scheint. Ich erwartete etwas vollkommen Anderes. Unabhängig von der Geschichte sehr schön. Als ich es sah, dachte ich mir sofort. „ich muss es lesen, jetzt sofort“.

 

Meine Erwartungen:

Das Buch wurde hoch angepriesen und der Titel und das Cover, sowie der Klappentext versprachen ein wahnsinnig gutes Jugendbuch, Ich erwartete eine fesselnde, packende Geschichte von einem Mädchen und einem Pferd, welches eine tiefe verkörpert und die Gefühlswelt und das Wort Freundschaft neu definiert. Aus dem was ich kannte, hätte man etwas Wahnsinniges daraus machen können.

 

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe ein Buch gelesen, was eher einem Kinderbuch fernab jeglicher Realität entspricht, als einem guten Jugendbuch. Zum Anfang bekommt man eine traurige Geschichte eines Rennpferdes erzählt, bei der leider wenig Emotionen in mir geweckt wurden. Ansonsten ist das erste Drittel des Buches relativ neutral und fast langweilig geschrieben. Da kommt dann auch die Geschichte von Merritt zum Vorschein. Ich hatte immer noch Hoffnung, dass es noch spannender, fesselnder wird und bei mir Emotionen geweckt und zu mir transportiert werden. Aber vergebens. Immer wenn ich das Gefühl hatte es wird besser, wurde die eh schon sehr unrealistische Geschichte noch mehr zu einem Märchen mit Wunschdenken. Überrascht war ich über die Wendung ab dem letzten Drittel. Mit der Wendung der Geschichte hätte ich nicht mehr gerechnet und ab da, waren bei mir auch ganz geringfügig auch Emotionen geweckt. Die unmöglichen Eltern, der Tod und die Hoffnung, dass sie ihr Turnier noch reitet. Mit dem Ausgang der Geschichte hätte ich auch gar nicht gerechnet. Ich hätte mir gewünscht, das Buch hätte so angefangen, wie es im letzten Viertel geendet hat. Die Geschichte der Umsetzung mit der Turnierreiterei widerspricht jeglicher Realität und ist sehr weit hergeholt.

Ein Satz kehrt immer wieder und der ist auch das Beste an diesem Buch. In diesem Satz steckt eine große Botschaft und ein ganzes Stück Wahrheit: „Im Leben eines Pferdes dreht sich alles um den Menschen, dem es gehört.“ 

Mein Urteil klingt jetzt vielleicht vernichtend. Es liegt vielleicht daran, dass ich etwas anders erwartet hätte. Sehe ich es nicht als Jugendbuch, sondern als Kinder- und Wunschtraumbuch dann ist es nicht schlecht. Kinder träumen sicherlich. Und für diese Zielgruppe ist es sicher ein schönes Buch und sie werden begeistert sein. Es hat sich flüssig gelesen und in die Geschichte kam ich gut rein. Die englischen Zitate aus Songtexten sind ein Merkmal des Buches und regelmäßig zu finden.
Claudi wird es Lesen und eine Rezension in ihrer Sicht darstellen. Denn sie ist sich nicht sicher, ob das Urteil so wie ich es gefällt habe, nicht etwas sehr kritisch ist.

 

Zitat:

Das berühmte Bumm- bumm- tschack des alten Beastie-Boys- Klassikers dröhnte mir durch den Kopf- und die letzten beiden Sprünge waren nicht mehr als die kleinen Hüpfer, die der Pferdetransporter manchmal auf langen Reisen machte, wenn sich im Asphlat des Highways plötzlich eine Rille auftat. Bevor jemand auch nur „null Fehlerpunkte“ sagen konnte, waren wir über den Oxer mit dem Vogelhäuschen gesegelt, landeten und legten eine etwas angeberische, aber sehr rhythmische Pirouette vor dem grinsenden Richter mit dem Schnurrbart hin. Oh man, doin´t it, doin´t it doin it well.“

Fazit:

Ein Jugendbuch eher für Kinder was eine Mischung aus Wendy, Ostwind und Black Beauty darstellt, nur nicht so gut und noch unrealistischer. Kinder träumen sicherlich von diesem Hengst und wollen so einen haben.

 

Bewertung:

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Details zum Buch:

  • Autor: Cecily von Ziegesar
  • Verlag: Verlagsgruppe Beltz Gulliver von Beltz & Gelberg
  • Genre: Jugendbuch
  • Seiten: 410
  • Erschienen am: 08.09.2016
  • ISBN: 978-3-407-74795-2
  • ISBN eBook: 978-3-407-74809-6
  • Preis Hardcover: 16,95€
  • Preis eBook: 15,99€

Über die Autorin:

Cecily von Ziegesar veröffentlichte im Jahr 2002 den Roman „Gossip Girl“. Das Buch erwies sich als Erfolg und schaffte es auf die Bestsellerliste der New York Times. Danach hat sie vierzehn Nachfolgebände geschrieben. Ebenfalls von ihr erschien die Reihe „It Girl“. (Quelle Seite des Verlages)

Danksagung

Ich bedanke mich ganz herzlich bei dem Verlag für die Bereitstellung der Leseexemplare bei was liest du. Bei -was liest du- bedanke ich mich dafür, dass ich ausgewählt wurde, das Buch lesen zu dürfen und damit an der Leserunde teilnehmen zu können   Vielen Dank :-D!

[Rezension] Susanne Puls – Der ganz normale Reiterwahnsinn – Überlebenstipps, die in keinem Lehrbuch stehen

Sind Sie langjähriger Reiter, Reitanfänger, Wiedereinsteiger oder sonst wie mit dem Pferdervirus infiziert? Keine Sorge, Sie sind zwar nicht zu heilen, aber diese Sucht ist eine der schönsten, die man sich vorstellen kann – und das, obwohl sie einige Tücken auf Lager hat.

Denn zugegebenermaßen herrschen bei den Pferdeleuten schon merkwürdige Sitten und Gebräuche, deren Sinn oder Unsinn man auf den ersten Blick nicht immer durchschaut.

Mit diesem Ratgeber sind Sie für alle Eventualitäten gewappnet, und außer möglichen Lachkrämpfen kann Ihnen nichts mehr zustoßen. Gnadenlos ehrlich, herrlich ironisch und mit durchaus bissigem Humor wird der alltägliche Wahnsinn der Reiterwelt aufs Korn genommen. Dabei werden auch die Fettnäpfchen und Fallstricke beleuchtet, die den Pferdefreund auf seinem Weg erwarten.

Dieses Buch lässt keine Frage offen! Es begleitet den Neueinsteiger wie den Fortgeschrittenen auf allen Stationen seiner Reiterkarriere vom Erwerb der ersten Ausrüstung, bis hin zu Kauf und Pflege des eigenen Pferdes.

Klappentext – Der ganz normale Reiterwahnsinn:

Sind Sie langjähriger Reiter, Reitanfänger, Wiedereinsteiger oder sonst wie mit dem Pferdervirus infiziert? Keine Sorge, Sie sind zwar nicht zu heilen, aber diese Sucht ist eine der schönsten, die man sich vorstellen kann – und das, obwohl sie einige Tücken auf Lager hat.
Denn zugegebenermaßen herrschen bei den Pferdeleuten schon merkwürdige Sitten und Gebräuche, deren Sinn oder Unsinn man auf den ersten Blick nicht immer durchschaut.
Mit diesem Ratgeber sind Sie für alle Eventualitäten gewappnet, und außer möglichen Lachkrämpfen kann Ihnen nichts mehr zustoßen. Gnadenlos ehrlich, herrlich ironisch und mit durchaus bissigem Humor wird der alltägliche Wahnsinn der Reiterwelt aufs Korn genommen. Dabei werden auch die Fettnäpfchen und Fallstricke beleuchtet, die den Pferdefreund auf seinem Weg erwarten.

Dieses Buch lässt keine Frage offen! Es begleitet den Neueinsteiger wie den Fortgeschrittenen auf allen Stationen seiner Reiterkarriere vom Erwerb der ersten Ausrüstung, bis hin zu Kauf und Pflege des eigenen Pferdes.

 

Erster Satz:

„Reiten macht Spaß.“

Cover & Titel:

Der-ganz normale Reiterwahnsinn von Susanne Puls_2

Das Cover und der Titel passen ganz klar zum Buch. Die humoristische und auch unverblümte Wahrheit ist schon sarkastisch dargestellt. Ein Volltreffer wie ich finde.

Meine Erwartungen:

Meine Erwartungen an das Buch waren nicht so hoch. Ich wollte mich amüsieren und mal etwas lustiges lesen. gleichzeitig interessierte mich auf welche Art die Autorin die Reiterei auf die Schippe nimmt. Diese Erwartungen wurden voll erfüllt.

Meine Meinung:

Ich fühlte mich durch das Buch gut unterhalten und stellt fest, dass dort nichts als die Wahrheit drinnen steht. Es gibt natürlich auch Ausnahmen und jeder Verein, Reitstall und Pferdebesitzer sollte und wird auch sein Bestes geben und genau das kommt dabei raus. Weil jeder Mensch ein Individuum ist und wie kürzlich ein nichtreitender Kumpel meines Freundes mit verlaub sagte: „Nie wieder eine Freundin mit Pferd oder Reiterei, die haben allen irgendeinen anderen Knall.“ Nicht alle ,aber; Ja das haben wir. Ich habe köstlich gelacht und musste oft schmunzeln. Denn ich musste in fast jedem Kapitel feststellen, dass ich so etwas bereits erlebt habe oder ich selber so bin. Eine leichte Lektüre wenn man mal dem Alltag entfliehen will. Bitte mehr davon.

Zitate:

Oh je, jetzt wird es schwierig. Beim Lesen habe ich mir Vermerke gemacht, was ich euch als Zitat hier bringen muss, weil es so überragend lustig war, dass ich es euch nicht vorenthalten kann. Nur leider müsste ich dann fast die Hälfte des Buches abtippen. Wenn das kein Kaufargument war, hi hi hi.
.…“Interessanter Weise sieht man auch immer wieder ein paar Zivilisten ohne Turnierklamotten in mitten der schwarz-weißen Menge ihre Kreise ziehen. Und einige Reitersleute stehen pferdelos am Rande des Platzes. Sie ahnen es schon, die gehören irgendwie zusammen. Etliche Reiter mit viel Geld und nicht ganz so viel Talent kaufen sich nämlich zu ihrem Pferd auch gleich noch einen so genannten Bereiter dazu. Der bildet das Pferd dann aus und macht es „turnierfertig“. Oft erst wenige Minuten vor beginn der Prüfung setzt sich dann der Besitzer aufs hohe Ross…. „
…“Vor dem Hallentor wartet eine Reiterin ungeduldig auf ihren Auftritt. Sie reitet einen prächtigen Schimmelhengst, der allerdings hypernervös auf der Stelle herumtrampelt.“Oh,Oh,Oh jodelt die Reiterin, Übrigens eine blonde Walküre von durchaus beeindruckendem Ausmaß.“…
und noch eins, ich kann es nicht lassen…
„…Kenne Sie zum Beispiel die Bedeutung von Ausdrücken wie Reining, Roll Back, Western Pleasure, Square Halt, Back Trough oder Sliding Stop? Wissen Sie, wozu man Rigging, Swell fork, Split Reins,Tie Strap oder Snaffle Bit braucht? (Noch Pommes dazu?)…. Nein, dass sind alles bömische Dörfer für Sie? Tja, dann sind sie wohl ein Rookie. Und Leute, die so reden, bezeichnen allen ernstes andere als Englischreiter?“ 

Fazit:

Ein lustigstes und unverblümtestes Buch, was nichts als die Wahrheit sagt. Da kann sich manch ein Komiker eine Scheibe abschneiden. Das witzige ist eigentlich, dass diese Comic die einzig wahre Realität ist; bis auf ein paar Ausnahmen. Absolut empfehlenswert.

Bewertung:

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Details zum Buch

  • Autor: Susanne Puls
  • Verlag: Kosmos
  • Genre: Comic
  • Seiten:165
  • Erscheinung: 2004
  • ISBN: 9783440098523
  • Preis: 9,99€

[Rezension Jule] Als ich unsichtbar war – Martin Pistorius

Ein Buch welches nachdenken, umdenken lässt, Mut macht und sehr bekannt ist. Es ist ein Buch was man gelesen haben sollte

Als ich unsichtbar war- Die Welt aus Sicht eines Jungen, der 11 Jahre als hirntot galt

Vorab

Was ich vorab erwähnen möchte, bevor ich mich wage ein solches Buch zu rezensieren. Egal wie ich dieses Buch bewerte, möchte ich daraufhin weisen, dass ich vor dem Autor, als derjenige, der es erleben musste, eine Hochachtung habe. Ich habe größte Wertschätzung wie er sein Leben gemeistert hat und davor, was er alles erleben musste. Ich ziehe meinen Hut vor so einem Menschen, von dem wir alle sehr viel lernen können.


Klappentext:

Martin ist zwölf, als ihn eine rätselhafte Krankheit befällt: Er verliert seine Sprache, die Kontrolle über seinen Körper, ist nach wenigen Monaten völlig hilflos. Die Ärzte sagen seinen Eltern, er werde für immer schwerstbehindert bleiben. Was niemand ahnte: Im Kokon seines Körpers verbirgt sich ein schrittweise erwachender Geist und eine zutiefst lebendige Seele.

Erster Satz

„Im Fernsehen läuft wieder mal Barney, der Dinosaurier.“

Cover & Titel:

Das Cover hat mich angesprochen. Ich fand den Titel so passend zu dem Jungen mit der Pusteblume vor dem Gesicht. Es verkörpert die Geschichte. Sehr gelungen und ansprechend. Als ich es sah, regte es mich zum Nachdenken an.

Meine Erwartungen:

Naja, nach den letzten Büchern hatte ich nicht mehr so hohe Erwartungen. Ich warte mal wieder auf ein wahnsinnig gutes Buch, jedoch wird es schwer nach den vielen tollen Büchern, die ich zuvor gelesen habe, wie „Riss im Glück“, „Gott, du kannst ein Arsch“ sein oder „Beim Leben meiner Schwester„. Aber ich fand die Geschichte interessant und so hatte ich Hoffnung ein gutes Buch in den Händen zu halten.

Meine Meinung zum Buch:

Die Meinung zum Buch zu beantworten ist schwierig, wenn man so ein Buch wie dieses hatte. Es ist sehr vielschichtig und reicht von Whow, über ohhh zerrig, gleichgültiges dahin lesen bis hin zu dem Gefühl einen tollen Liebesroman in den Händen zu halten. Es ist anstrengend dem Leben des Protagonisten und seinen Geschichten zu folgen, da er in den Zeitspannen hin und her springt, wo mir nach dem Kapitel oft gar nicht klar war, in welchem Lebensabschnitt er sich gerade befand oder es wurde mir so spät klar wird, dass ich das Kapitel, um es zu verstehen, erneut lesen musste. Es ist wie ein Puzzle, was man versucht zusammen zu setzten, aber das richtige Teil nicht oder erst spät findet. Informationen, die ich mir gewünscht hätte, blieben aus oder wurden nur am Rande erwähnt und dann wiederum gab es Inhalte, die sich oft wiederholten, was vor allem die Mitte des Buches betraf. Am Anfang dachte ich: „Ohh das Buch ist ja echt schön geschrieben und man erfährt Dinge, über die man noch gar nicht so nachgedacht hat.“ In der Mitte kamen Gedanken wie:“Das habe ich jetzt schon so oft gehört, die letzten 60 Seiten hätte der Autor aber auch echt in 10 zusammenfassen können“. Das glich dann eher dem dahin lesen und am Ende musste ich mir klarmachen, dass ich noch immer dasselbe Buch lese und keinen Liebesroman. Meine Emotionen reichten von Glücklich über Hoffnung, Wut bis hin zu Ungeduld. Aber die Emotionen waren nur schwach zu spüren, da das Buch sich so unrund hat lesen lassen. Ich musste viel nachdenken, um dir Infos zu sortieren. Manchmal fehlte die Motivation an den langatmigen Stellen, um weiterzulesen. Schade eigentlich. Was ich am Anfang schön fand, war die Schilderung, wie er seinen Alltag und die Eindrücke erlebte, verarbeitete und welche Sinne er dafür besonders einsetzte und welche Vergleiche er anstellte. Z.B. bei den Gesprächsinhalten der Frauen und Männer. Dies war sogar lustig und man fühlte sich in der Realität. Auch wie er viele Dinge auffasste und erlebte. Man Erfuhr viel über Wünsche, Träume und wie sie sich änderten. Es wird auch deutlich wie Ärzte, Pfleger und andere Menschen über kranke, behinderte Menschen denken und wie sie mit ihnen umgehen.

Zitat:

Arietta setzte sich neben ihn und erzählte ihm von einigen der Kinder, die ich so gut kannte: Robby, der verletzt worden war, als der Wagen seines Vaters auf einen Lastwagen geprallt war, und der jetzt stundenlang weinte; Katie, die mit einem degenerativen Syndrom geboren wurde und so gerne aß, dass man ihr den Spitznamen „Kleine Fettnudel“ gegeben hatte…..
Anfang des Jahre reiste ich mit meinem Vater zu einem Kongress nach Israel. Ich saß in einem verdunkelten Saal und lauschte einem Professor, der über die Schwierigkeiten sprach, denen sich Menschen wie ich gegenübersehen, die eine romantische Beziehung haben wollen. Auch wenn ich es nicht wahrhaben wollte, wusste ich dennoch, dass er recht hatte….

Fazit:

Allem in Allem ein gutes Buch mit viel Inhalt, was aber hätte 100 Seiten kürzer sein können, ohne das dabei Inhalt verloren gegangen wäre.

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Bewertung:

und ein halbes

Details zum Buch:

Autor: Martin Pistorius mit Megan lloyd Davis
Übersetzung: Axel Plantiko
Verlag: BasteiLübbe
Genre: Erfahrung
Seiten: 333
Erschienen am: 11.11.2011
ISBN Taschenbuch: 978-3-404-60356-5
Preis Taschenbuch: 9,99€
Preis eBook: 7,49 €

Jules Tipp: Ute Wilhelms – Hautnah: Wie Pferde verletzte Seelen heilen

Ute Wilhelms ist eine Pionierin in der therapeutischen Arbeit mit Pferden und Menschen. Sie arbeitet seit vielen Jahren in der pferdegestützten ambulanten psychiatrischen Pflege – mit Pferden, die sie selbst ausgebildet hat. In ihrem Buch schildert sie die feinen und zugleich kraftvollen Prozesse, die in der Begegnung zwischen Mensch und Pferd geschehen, mit präzisen, einfühlsamen Worten und großem Sachwissen. Sie lädt den Leser ein, die Erfahrungen selbst emotional mitzuerleben und zu verstehen.Die Worte, die Ute für die Erfahrungen von zum Teil schwer traumatisierten Menschen findet, sind persönlich, und sie berühren. Ebenso wie die Worte mit denen sie ihre eigenen Herausforderungen beschreibt. Utes Buch, ihre Arbeit und ihr Lebensweg sind eine Inspiration und eine Einladung an viele, unerschrocken dem Weg der Heilung zu folgen, wohin er uns auch führen mag.

Klappentext zu Hautnah:

Ute Wilhelms ist eine Pionierin in der therapeutischen Arbeit mit Pferden und Menschen. Sie arbeitet seit vielen Jahren in der pferdegestützten ambulanten psychiatrischen Pflege – mit Pferden, die sie selbst ausgebildet hat. In ihrem Buch Hautnah schildert sie die feinen und zugleich kraftvollen Prozesse, die in der Begegnung zwischen Mensch und Pferd geschehen, mit präzisen, einfühlsamen Worten und großem Sachwissen. Sie lädt den Leser ein, die Erfahrungen selbst emotional mitzuerleben und zu verstehen. Die Worte, die Ute für die Erfahrungen von zum Teil schwer traumatisierten Menschen findet, sind persönlich, und sie berühren. Ebenso wie die Worte mit denen sie ihre eigenen Herausforderungen beschreibt. Utes Buch, ihre Arbeit und ihr Lebensweg sind eine Inspiration und eine Einladung an viele, unerschrocken dem Weg der Heilung zu folgen, wohin er uns auch führen mag.
Hautnah
Foto: Juliane Grajek

Meine Meinung

Ich als gelernte Pferdewirtin und Ergotherapeutin war sehr gespannt auf das Buch, als ich von diesem erfuhr. Erst hatte ich mir etwas anderes darunter vorgestellt. Meine Erwartung war, eine Anleitung zur Umsetzung einer solchen Therapie zu erhalten, aber darauf wartet ich vergebens. Das Buch ist trotz alledem sehr schön zu lesen und gibt Anreize. Auch gut zu lesen für Personen die kein Grundwissen rund ums Pferd haben. Vor allem macht das Buch Lust auf mehr und bestärkt mich, die Ausbildung zur Reittherapeutin zu absolvieren.  Ich bin ein sehr pragmatischer Mensch ohne irgendeine Glaubensrichtung, schon gar nicht bin ich für Telepathie. Das ein oder andere Kapitel ist spirituell und telepathisch angehaucht, aber auch das in Maßen, also auch für Leute wie mich noch gut zu lesen. Als gelernte Pferdewirtin der klassischen Reitausbildung gibt es auch die ein oder andere Szene im Buch, in der ein jener der die klassische Ausbildung absolviert hat, ein Schmunzeln auf die Lippen bekommt. Sie beschreibt auch Ihren Weg, welchen sie gegangen ist. Ihr Weg macht Mut um an seinen Traum zu glauben und nicht alles bis ins kleinste Detail abzuwegen, sondern was zu riskieren und ihn versuchen umzusetzen. Ganz nach dem Motto einfach mal machen und los legen. Ihre Erfahrungen und Geschichten, welche Sie in Ihrem Buch darstellt sind sehr faszinierend, fesselnd und hoch interessant. Auch interessant für Ärzte und Therapeuten, die noch keine Verbindung zum Thema – das Pferd als Therapeut- haben.

Allem in allem ein sehr schönes Buch, was ich nur empfehlen kann. Für Jedermann zu verstehen.

Bewertung:

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Zitat:

„In vielen verschiedenen Therapieeinheiten, hatte ich das Gefühl, dass meine Pferde in der Lage sind, bestimmte Lebenssituationen widerzugeben. Die Tiere verhalten sich so, als würden sie eine bestimmte Eigenart des Patienten oder einer Person im Umfeld der selbigen darstellen.“
 
„ „Klara was ist mit Ihnen? Was denken Sie, warum Kenja so auf Sie reagiert?“ Die Antwort klang enttäuscht. „Sie mag mich nicht!“ „Klara Pferde unterscheiden nicht zwischen mögen und nicht mögen. Wenn Kenja die Ohren anlegt, dann weil sie Ihre Gefühle spiegelt. Sie scheinen innerlich sehr aggressiv zu sein. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie allen Grund dazu haben, wütend zu sein. Spüren sie Ihre Wut?““

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Infos zum Buch

  • Autor: Ute Wilhelms
  • Verlag: spiritbooks
  • Erschienen: 04. Januar 2013
  • ISBN Buch: 978-3-9815421-6-5
  • Seiten: 184
  • Preis Hardcover: 17,90€
  • Preis EBook: 9,99€